Absolvierende von Kursen, die auf eine eidgenössische Prüfung vorbereiten, werden vom Bund ab dem 1. Januar 2018 direkt finanziell unterstützt. Die Beiträge zugunsten der höheren Berufsbildung werden zudem markant erhöht. Der Bundesrat hat die dafür notwendige Änderung der Berufsbildungsverordnung und die entsprechende Inkraftsetzung beschlossen.

Die finanzielle Belastung der Studierenden auf der Tertiärstufe wird durch die Einführung der Bundesbeiträge ausgeglichen, schafft eine schweizweite einheitliche Unterstützung für Absolvierende vorbereitender Kurse und leistet einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs (Fachkräfteinitiative). Sie ist eines der zentralen Elemente des Massnahmenpaketes zur Stärkung der höheren Berufsbildung, das vom Bundesrat im Jahre 2014 beschlossen wurde. Mit dem neuen subjektorientierten Finanzierungssystem werden die Bundesbeiträge direkt an Personen ausbezahlt, die einen vorbereitenden Kurs für eine eidgenössische Berufs- oder höhere Fachprüfung besucht haben und im Anschluss daran eine eidgenössische Prüfung absolvieren. Neu erhalten die Absolvierenden 50% der anrechenbaren Kursgebühren zurückerstattet. Die maximalen Beträge belaufen sich auf CHF 9’500 bei einer eidgenössischen Berufsprüfung und CHF 10’500 bei einer höheren Fachprüfung. Die Bundesbeiträge können nach der absolvierten eidgenössischen Prüfung von den Kursteilnehmenden beantragt werden, unabhängig vom Prüfungserfolg. Für Absolvierende, welche sich die Vorfinanzierung bis zur Auszahlung der Bundesbeiträge nicht leisten können, ist unter bestimmten Voraussetzungen ein Antrag auf Auszahlung von Teilbeträgen schon vor der eidgenössischen Prüfung möglich.

 

Verordnung über Informationssysteme im Berufsbildungs- und Hochschulbereich

Der Bundesrat hat per 1. Januar 2018 auch eine neue Verordnung über die Informationssysteme im Berufsbildungs- und Hochschulbereich (IBH-V) beschlossen. Sie stellt die datenschutzrechtliche Grundlage dar, um Personendaten in verschieden Informationssystemen bearbeiten zu können. Die IBH-V schafft die Voraussetzung, um Finanzierungsgesuche von Personen, die sich auf eine eidgenössische Prüfung vorbereiten, elektronisch abwickeln können. Gleiches gilt für die elektronische Bearbeitung von Personendaten im Berufsverzeichnis oder im Zusammenhang mit der Bearbeitung von Gesuchen um Anerkennung ausländischer Diplome und Ausweise im Berufsbildungs- und Hochschulbereich.